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Auctores unterstützt DGSiM e. V. bei der Öffentlichkeitsarbeit

Verein will Nutzen des medizinischen Simulationstrainings aufzeigen

Bild: Tyler Olson/adobe stock

Bild: Tyler Olson/adobe stock

Fehler bei medizinischen Behandlungen und Operationen sind in Deutschland eine der Hauptursachen für Patientenschäden. Sie verursachen nicht nur unnötiges Leid, sondern treiben auch die Kosten der Gesundheitsversorgung nach oben. Simulationstraining hilft, solche Fehler zu vermeiden und die Behandlungsqualität zu verbessern – allerdings hat sich diese Erkenntnis noch nicht bei allen Akteuren im Gesundheitswesen durchgesetzt. Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Simulation in der Medizin e. V. (DGSiM) hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Simulation in der Medizin und in Medizin-assoziierten Bereichen zu fördern und so Patientenversorgung und Patientensicherheit zu verbessern. Seit Kurzem hilft Auctores dem Verband, dieses Ziel über verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen.

Ob beim Rettungseinsatz am Unfallort, dem Eingriff im OP-Saal oder auf der Intensivstation und im Pflegebereich: Die Versorgung von Patienten ist eine hoch komplexe und mit Stress verbundene Arbeit, die medizinisches Fachpersonal im Team und meist unter Zeitdruck erledigen muss. Unter diesen Umständen sind Fehler unvermeidlich. In Risikobereichen und bei riskanten Tätigkeiten ist die „Fehlerquelle Mensch“ deshalb in bis zu 70 Prozent der Fälle die Ursache von Problemen. Hauptursachen für Behandlungsfehler sind Studien zufolge mangelhafte Kommunikation und Information, unzureichende Fähigkeiten und Kenntnisse, schlechte Unternehmenskultur sowie falsch ausgerichtete Anreizsysteme.

Die Initiatoren hatten als Fachärzte im klinischen Bereich die Bedeutung der Simulation als effektives Mittel für Training, Fort- und Weiterbildung früh erkannt. Sie gründeten deshalb 2014 nach längeren Vorüberlegungen die DGSiM, um alle Beteiligten über Fach- und Berufsgruppen hinweg zu vereinen und bei Ärzten, Patienten und der Politik das Bewusstsein für die Vorteile dieser Technologien zu wecken. Mittlerweile haben Fachkreise die Notwendigkeit entsprechender Verfahren erkannt, die auch schon ihren Weg in die Praxis gefunden: So ist bereits in einigen Bundesländern das Simulationstraining für die Ausbildung von Rettungssanitätern erlaubt. Bei Notärzten ersetzt es einen Teil der bisherigen Pflichteinsätze in der Ausbildung.

Mehr Sicherheit, mehr Qualität, geringere Kosten

Dennoch bestehen in vielen Bereichen des Gesundheitswesens noch Vorbehalte. Verantwortliche sehen nur, dass Simulationstrainings Kosten verursachen und Mitarbeiter während des Trainings nicht im normalen Dienstalltag verplant werden können. Sie übersehen jedoch die unmittelbaren und langfristigen positiven Effekte im Hinblick auf Patientensicherheit, Qualitätssicherung und Kosteneinsparung.

Simulationstrainings bieten ein realitätsnahes, gefahrloses Training, auch im Team (Crew Resource Management) und im regulären Arbeitsumfeld. Damit eignen sie sich ideal für die Prävention kritischer Situationen und das Einüben des korrekten Krisenmanagements im Ernstfall. Sie schärfen die in der jeweiligen Situation benötigten Fertigkeiten und schaffen so Sicherheit bei den Teilnehmern. Zugleich sensibilisieren sie für Probleme, die durch die Fehlerquelle Mensch entstehen (Team Situational Awareness). Durch die hier erworbene Routine verringern sich Stress und Fehlergefahr im Ernstfall. Simulationen helfen außerdem, eine Sicherheitskultur zu etablieren und unterstützen beim Optimieren von Prozessabläufen – nicht nur in Notfällen. Aufgrund geringerer Komplikationen und weniger Behandlungsfehlern sinken die allgemeinen Behandlungs- und Versorgungskosten.

Auf der einen Seite steht ein direkter Patientennutzen, der sich in höherer Patientenzufriedenheit niederschlägt. Auf der anderen Seite sind kontinuierliche Trainings ein wichtiges Werkzeug für die Personalentwicklung, um Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern und interne Abläufe effektiver und effizienter zu gestalten.

Kommunikation auf allen Ebenen

Auctores entwickelt und begleitet ein crossmediales Kommunikationskonzept, mit dem die DGSiM neue Mitglieder gewinnen und ihr Tätigkeitsfeld ausweiten kann. Zugleich soll es Multiplikatoren in den medizinischen Fachkreisen unterstützen und schließlich auch Patienten sensibilisieren.

Hauptzielgruppe sind zunächst Entscheider im Gesundheitswesen, also Träger von und Verantwortliche in Gesundheitseinrichtungen, Versicherungen, Krankenkassen, Standesvertretungen, Behörden und Politiker. Hinzu kommen Patientenvertretungen und -verbände, Selbsthilfeorganisationen und zu guter Letzt die Öffentlichkeit.

Dazu sollen die in der DGSiM versammelte Kompetenz der Experten und im Bereich Simulation aktiven Unternehmen für zielgruppenspezifische Information genutzt und die Öffentlichkeitswirksamkeit des Verbandes erhöht werden. An erster Stelle steht hier ein Relaunch der bisherigen DGSiM-Website auf aktuellem technischen Stand und mit optimierter Informationsstruktur. Davon wird eine einheitliche CI für alle Publikationen abgeleitet, von Pressemitteilungen über Infografiken und Videos bis hin zu Studien und Broschüren. Hier werden die DGSiM-Mitglieder aktiv eingebunden. In weiteren Schritten folgen Social-Media-Aktivitäten und mittelfristig auch eine einheitliche Zertifizierung von Simulationsangeboten.