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Bild: Studio Romantic/AdobeStock

Human-Rights-Watch-Studie: Visavid schützt Privatsphäre von Kindern

90 Prozent der Bildungstechnologien sammeln zu viele Daten – Videokonferenzsystem von Auctores gehört zu den Ausnahmen

How Dare They Peep into My Private Life?” Unter diesem Titel sorgt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) für Aufsehen: Bei der Umsetzung des Online-Lernens hätten Regierungen weltweit Kinderrechte verletzt – durch den Einsatz von datenschutzrechtlich bedenklichen Tools. Visavid wurde – neben der Lernplattform mebis – als eine von wenigen Ausnahmen aufgeführt, die die Privatsphäre von Kindern schützten und diese nicht aus Profitgründen überwachten.

Das Coronavirus hat das Leben der Menschen weltweit verändert und die Bildung von Kindern erschüttert. Als Reaktion auf die Schulschließungen wurde auf Distanzunterricht umgestellt – mit Bildungstechnologien auf Empfehlung der Regierungen. Nach Angaben der HRW-Studie blieb dabei der Datenschutz weitgehend auf der Strecke: Rund 90 Prozent der eingesetzten Technologien sammeln massenhaft Daten von Kindern, leiten sie an Dritte weiter und tracken Minderjährige innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers.

Visavid, das Videokonferenzsystem von Auctores, gehört zu den wenigen Ausnahmen: Nur 13 von 125 über Websites zur Verfügung gestellte Anwendungen haben keine Daten durch Drittanbieter-Tracker gesammelt und weitergegeben, darunter Visavid und auch mebis – beides vom bayerischen Kultusministerium empfohlene und eingesetzte Lösungen.

Bildungs-Tools in 49 Ländern weltweit untersucht

Die Menschenrechtsorganisation hat in ihrer globalen Studie alle 49 Länder berücksichtigt, die Online-Lernen als Bestandteil ihrer Strategien für die Fortsetzung des Lernens während der Schulschließungen ausgegeben hatten. Untersucht wurden die von den Ministerien dieser Länder empfohlenen oder beschafften Bildungstechnologie-Produkte – insgesamt 164, darunter 39 mobile Anwendungen, 91 Websites und 34 in beiden Formaten verfügbare Lösungen. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen März 2021 und November 2021.

Die Ergebnisse sind nach Angaben von HRW mehr als besorgniserregend: Kinder werden in ihren virtuellen Klassenzimmern genauso überwacht wie Erwachsene, die in großen Onlinemarktplätzen einkaufen – wenn nicht sogar noch mehr.

Schnelle, unkritische Einführung führte zu Datenschutzproblemen

Wie konnte es so weit kommen? Die Schulen seien mit einer verwirrenden Auswahl an digitalen Plattformen konfrontiert gewesen, weshalb die Regierungen schnell Empfehlungen für den Einsatz von Bildungstechnologien herausgegeben und rasch Verträge mit Herstellerunternehmen geschlossen hätten, heißt es in der Studie.

Die meisten dieser Produkte überwachen Kinder oder sind zumindest in der Lage, sie zu überwachen – häufig heimlich und ohne die Zustimmung der Kinder oder ihrer Eltern. In vielen Fällen sammelten sie Daten darüber, wer sie sind, wo sie sich aufhalten, was sie im Klassenzimmer tun, wer ihre Familie und Freunde sind und welche Art von Geräten sich ihre Familien leisten können.

Die meisten Online-Lernplattformen haben außerdem Tracking-Technologien installiert, die die Minderjährigen außerhalb ihres virtuellen Klassenzimmers im Internet über einen längeren Zeitraum verfolgen. Einige hätten sogar Kinder auf unsichtbare Weise markiert, sodass es unmöglich war, dies zu vermeiden.

Visavid: Fokus auf Datensicherheit von Anfang an

Doch die reine Überwachung ist noch nicht alles: Die meisten Online-Lernplattformen übermittelten die Daten der Kinder an Drittunternehmen und gaben ihnen dadurch die Möglichkeit der gezielten Beeinflussung von Minderjährigen durch Werbung.

„So schockierend die Erkenntnisse der Studie auch sind, so sehen wir uns dadurch auch in unserem Ansatz bestätigt, den Fokus bei Visavid von Anfang an auf Datensicherheit zu legen“, betont Daniel Hauser, Projekt- und Produktmanager bei Auctores. Entwicklungsziel sei es gewesen, mit Visavid eine datensichere deutsche Alternative zu den bekannten Lösungen US-amerikanischer Hersteller anbieten zu können.

„Digitales Lernen und ganz allgemein die Nutzung digitaler Dienste werden in unserer vernetzten Welt weiter zunehmen. Umso wichtiger ist es, die Datenschutzgesetze konsequent umzusetzen und einzufordern – einmal mehr, wenn es um Kinder geht, die naturgemäß noch anfälliger für manipulative Eingriffe sind“, betont Hausner.

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