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Google Maps und Routenplaner nur noch mit Konto

Einschränkungen ohne Abrechnungsdaten – aber freies Basiskontingent

Neu bei Google Maps: Kartendaten nur noch gegen Kreditkartendaten

Neu bei Google Maps: Kartendaten nur noch gegen Kreditkartendaten

Ab 11. Juni 2018 fordert Google für die Nutzung seiner Kartendaten ein Rechnungskonto für die Google-Cloud-Plattform. Wer auf seiner Website Google Maps einsetzt, den Routenplaner oder eine Umkreissuche, die auf die Maps-API zugreift, muss gültige Kreditkartendaten hinterlegen, damit Google anfallende Kosten direkt abbuchen kann. Nach Aussage von Google soll sich dennoch für „ungefähr 98 % der Millionen von Nutzern“ nichts ändern: Jeder Nutzer erhält ein monatliches Freikontingent von 200 $; erst bei Überschreiten dieses Betrages will Google die Mehrkosten in Rechnung stellen.

Schon seit Juni 2016 erlaubt Google den Zugriff auf seine Kartendaten nur mit einem API-Key, der mit einem Google-Konto verknüpft ist. Zum 11. Juni beendet Google auch die seither laufende Übergangsfrist: Wer Google Maps und Google Street View ohne gültigen Schlüssel einbindet, erhält nur noch niedrig aufgelöste Karten, über die groß „Nur für Entwicklungszwecke“ eingeblendet wird. Bei anderen Google-Maps-APIs für die Routenplanung, Standortsuche etc. erfolgt ohne API-Key eine Fehlermeldung. Dies betrifft sämtliche Nutzer, es gibt also keinen Bestandsschutz für ältere Auftritte.

Neue Produkte, neues Preismodell

Mit der Umstellung auf die Google Maps Platform fasst Google auch die bisher 18 APIs zu drei Produkten zusammen: Maps, Routes und Places. Ein Umstellungs-Tool hilft Bestandsnutzern, eventuell nötige Anpassungen in ihrem Konto vorzunehmen.

Ebenfalls zusammengefasst werden die bisherigen Abrechnungsmodelle. Bislang gab es ein Standardkonto, das z. B. 25.000 Kartenzugriffe oder 2.500 Geodatenabfragen kostenlos pro Tag erlaubte. Beim Überschreiten dieser Werte mussten Nutzer mengenabhängig bezahlen, andernfalls wurden keine Karten mehr angezeigt. Das bisherige Premiumkonto stellte bereits ab dem ersten Kartenabruf Kosten in Rechnung, bot aber volumenabhängige Preise und umfassenden Support.

Künftig gibt es nur noch ein Konto, das diese beiden Modelle bruchlos ineinander überführt. Nutzer erhalten ein monatliches Guthaben von 200 $, das für die Nutzung von Google Maps, Google Routes und Google Places angerechnet wird. Sobald dieses Guthaben im laufenden Monat aufgebraucht ist, rechnet Google die darüber hinaus anfallenden Kosten ab. Außerdem führt Google neue Preise für bestimmte Funktionen ein. Die Routenplanung mit Echtzeit-Verkehrsdaten ist z. B. teurer als ohne, bei der Routenplanung entscheidet die Anzahl der Wegpunkte, dynamische Karten und Street-View-Panoramen kosten mehr als die statischen Versionen.

Damit Nutzer am Monatsende keine bösen Überraschungen erleben, können sie künftig Tagesbudgets festlegen und Abrechnungsbenachrichtigungen einrichten. Außerdem bietet die Cloud Platform Console einen tagesaktuellen und detailliert aufgeschlüsselten Überblick über die Maps-Nutzung.

Google Maps auch ohne Rechnungskonto?

Grundsätzlich soll es vorläufig möglich bleiben, Google Maps nur mit einem API-Key und ohne Rechnungskonto einzubinden. Allerdings warnt Google, dass bei Überschreiten des Kontingents die entsprechenden Dienste für den jeweiligen Monat ohne Vorwarnung eingestellt werden. Und wer einen neuen API-Key benötigt oder die genutzten Funktionen anpassen will, kann die entsprechenden Einstellungen erst vornehmen, wenn er Abrechnungsdaten eingegeben hat. Ansonsten bleiben die Eingabemasken unerreichbar.