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Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft

Potenziale, Chancen und Strategien

Bild: everythingpossible/fotolia

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„Digitalisierung“ ‒ ein großer Begriff, kontrovers diskutiert und omnipräsent. Kein Wunder, denn die digitale Transformation betrifft alle Bereiche der Gesellschaft: Politik und Wirtschaft genauso wie das Privatleben. Dabei wird mit immer neuen Trendbegriffen jongliert: Big Data, Cloud, Internet of Things, Robotik, 3D-Druck, Künstliche Intelligenz oder Blockchain. Die Digitalisierung verändert, wie wir arbeiten, kommunizieren und konsumieren, unseren Alltag managen und unser Leben planen, wie gesellschaftliche Prozesse funktionieren. Geschwindigkeit und Vernetzung sind dabei die Schlüsselfaktoren der Digitalisierung.

E-Mails als Geschäftskorrespondenz, ein digitales Dokumentenarchiv, Online-Bewerbungen oder ein Social-Media-Auftritt für den Vertrieb gehören für viele Unternehmen in Deutschland heute zum Alltag, doch das Digitalisierungspotenzial für das eigene Kerngeschäft sieht bislang nur ein geringer Teil. Dabei ist es offensichtlich, dass die Digitalisierung großes Leistungsvermögen hat, um Produktionswege effektiver zu gestalten oder Angebote zu optimieren. Zudem können neue Geschäftsmodelle entwickelt oder die Entwicklung neuer Produkte und Dienste vorangebracht werden. Sei es die Angst vor Neuem oder fehlende Konzepte, viele deutsche Unternehmen meiden eine strategische Weichenstellung.

Chancen

Bei einem Großteil der deutschen Unternehmen ist mittlerweile die Erkenntnis angekommen, dass die Digitalisierung der Geschäftsprozesse mehr Chancen als Risiken bietet: neue Kunden, steigende Umsätze, wachsender Wohlstand. Großes Potenzial der Digitalisierung sehen die Unternehmen in den Bereichen Kundenservice und Kundenakquise, zeigt eine Trendstudie von Tata Consultancy Services und Bitkom aus dem vergangenen Jahr.*

Auch hat sich der Konsens bereits durchgesetzt, dass Technologien die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Doch Theorie und Praxis klaffen hier auseinander, denn trotz dieser Einsicht fällt die konsequente Umsetzung der Digitalisierung von Prozessen vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen mitunter noch schwer. Größere Firmen haben oftmals mehr Möglichkeiten und Ressourcen, um die Herausforderung offensiv anzugehen. 

Die deutsche Wirtschaft boomt und sorgt für Beschäftigungsrekorde, trotzdem sehen sich 58 Prozent bei der Digitalisierung als Nachzügler. Ähnlich viele geben an, dass Wettbewerber aus der Internet- und IT-Branche auf ihren Markt drängen. Zugleich sagt nur jedes vierte Unternehmen, dass es 2018 gezielt in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle investiert hat. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft unter 604 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.**

Blockierend wirken interne Widerstände bei diesem Wandel: Die Verteidigung bestehender Strukturen verhindert Veränderungen. Auch mangelnde Zeit und Erfahrung sind gravierende Faktoren, die einer Digitalisierung und damit einer Optimierung der Prozesse im Wege stehen.  

Grundsätzlich ist davon abzuraten, mit neuen Geschäftsmodellen abzuwarten und zu verfolgen, was die Konkurrenz macht. Die Digitalisierung des Unternehmens ist ein essentieller Wettbewerbsfaktor, die Digitalisierung der Wirtschaft ein Veränderungsprozess, der nicht aufzuhalten ist. Alles ist in Bewegung. Die Digitalisierung ist nie abgeschlossen.

Strategie

Eine große Offenheit gegenüber innovativen digitalen Technologien ist spürbar. Aber spätestens bei der Erarbeitung und Integration einer Digitalisierungsstrategie in die Unternehmenskultur hapert es. Die diesjährige Bitkom-Studie ** fand heraus, dass fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland noch keine Strategie zum Umgang mit der technologischen Veränderung hat. Das Ausarbeiten einer für das Unternehmen passendem Strategie ist aber immens wichtig, um den Weg in die Digitalisierung kontrolliert und bedacht anzugehen. Sie umfasst:

  • Analyse der bisherigen Prozessabläufe
  • Abgleich mit der Unternehmensstrategie
  • Analyse der Optimierungspotenziale
  • Ressourcen festlegen
  • Erstellen eines Optimierungskonzeptes 
  • Ziele der Neupositionierung definieren
  • Klären der Verantwortlichkeiten
  • fachübergreifende Umsetzung

Chefsache

Die Erfahrung zeigt: Erfolgreiche Digitalisierung ist Chefsache. Von der Unternehmensspitze aus sollten sich alle Unternehmensbereiche mit potenziellen Chancen der Digitalisierung beschäftigen.  Aber nur in vier von zehn Unternehmen stößt die Geschäftsleitung Digitalisierungsprojekte an, belegt die Trendstudie von Tata Consultancy Services und Bitkom. ** Die stark treibende Rolle bilden CIOs und IT-Abteilungen. Das ist nachvollziehbar, wenn es primär um die Einführung einer neuen Software geht. Stehen aber eine Digitalisierung bestimmter Prozesse oder sogar die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auf der Agenda, sind auch Fachabteilungen und Geschäftsleitung gefragt. Bei der Umsetzung sind dann neben technischen Kompetenzen auch klassische Managementlogiken wie Wissens-, Projekt- oder Changemanagement wichtig. Damit die Transformation gelingt, braucht es Mut, Innovationskraft, den Willen, sich von bestehenden Strukturen zu lösen ‒ und die volle Rückendeckung der Chefetage.

Prozessoptimierung

Die Digitalisierung der Kommunikation und der Prozesse von Unternehmen verschiedenster Branchen steht seit nahezu zwei Jahrzehnten im Fokus unserer Arbeit. Im intensiven Austausch mit unseren Kunden entwickeln wir Strategien für die optimierte und nutzerfreundliche Transformation von Arbeits- und Geschäftsprozessen in webbasierte Lösungen und setzen sie um. Beispielhafte Lösungen finden Sie unter digitalisierung.auctores.de. Unsere hohe Fach- und Beratungskompetenz wird durch die Autorisierung für „go-digital“ einmal mehr unterstrichen. www.auctores-go-digital.de

Quellen:

* „Digitalisierung – Deutschland endlich auf dem Sprung?“ Trendstudie von der Bitkom Research GmbH im Auftrag von Tata Consultancy Services, 2017 erstellt.

** „Deutsche Wirtschaft kommt bei Digitalisierung voran, aber langsam“ Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom 2018 durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer und Vorstände von 604 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.