MVC-Prinzip
Das MVC-Prinzip ist eine schon vor längerer Zeit von IBM entwickelte grundsätzliche Vorgehensweise bei der Erstellung von Softwarearchitekturen. Es beruht auf der Trennung von Modell-Logik (M), Viewer-Logik (V) und Controller-Logik (C). Dieses Vorgehen bringt für das System zahlreiche Vorteile bezüglich Stabilität und Nachhaltigkeit mit sich. Vor allem die Trennung von Darstellungstechnik (Viewer-Logik) und der Modell- und Datenbanktechnik lässt das System sehr flexibel auf neue Herausforderungen reagieren. Der ausgegebene HTML-Code war z. B. lange Zeit auf Tabellenbasis erstellt. Auf dieselben Datenbanken können jetzt hochmoderne XHTML/CSS-Layouts gesetzt werden, ohne dass die Modell- und Datenbank-Logik davon betroffen sind.
Ein späterer Ausbau mit Zugriffsmöglichkeiten über spezielle Clients wie Mobilegeräte (Mobile Windows) ist ohne Veränderung an der Basisentwicklung implementierbar. Das System ist Anwendungsentwicklung und Laufzeitumgebung in einem und verwaltet alle Projekte auf einem technischen Niveau. Derzeit laufen ca. 1.500 Projekte sehr stabil auf der Plattform. Die eingesetzten Softwarekomponenten beruhen auf Java-Technologie und sind zum großen Teil Open Source.
Die zentrale Quellcodeverwaltung führt dazu, dass die Projekte technisch immer auf einem aktuellen Stand gehalten werden können. Sie veralten deshalb nicht mehr technisch, sondern nur noch in Gestaltung und Inhalt. Eine laufende technische Anpassung an die Erfordernisse im Internet ist unerlässlich, da die Innovationszyklen im Web sehr kurz sind. Themen sind hier insbesondere die Angreifbarkeit durch Hacker, Stabilität und Verfügbarkeit sowie die kontinuierliche technische Optimierung auf die Erfordernisse von Suchmaschinen wie Google.

